Jun.10

Geographie-Blog: JAHR 1

Die Hauptbeiträge

Seit dem Start meines Geographie-Blogs vor einem Jahr habe ich 47 Beiträge zu verschiedenen geographischen Themen gepostet. Darunter war der Bereich Stadtgeographie mit 33 Beiträgen oder 70 % am stärksten vertreten. Die Klimageographie erreichte mit 10 Beiträgen oder 21 % Platz 2; gefolgt von der Verkehrsgeographie mit 4 Beiträgen oder 9 % auf dem 3. Platz. Der Fokus lag thematisch bedingt auf den zwei Staaten Ägypten und Volksrepublik China. Im Folgenden finden Sie eine thematische Auflistung aller Beiträge mit den jeweiligen Direkt-Links.

The Capital Cairo:

[1]: EINE NEUE HAUPTSTADT FÜR ÄGYPTEN

[2]: WIE WIRD DIE NEUE HAUPTSTADT HEIßEN?

[3]: DIE KOSTEN

[4]: ALLE STRASSEN FÜHREN NACH KAIRO

[5]: NEUE HÄFEN

[6]: DIE ERSTEN PLÄNE

[7]: DIE ERSTE BAUPHASE

[8]: DAS STADTGEBIET
Themen

Okt.15

Klimageschichte [5]: VEREISUNG DER ERDE

(Pixabay CC0 1.0)

Die erste Vereisung der Erde begann vor fast 3 Milliarden Jahren

Den Anfang machten die beiden „Archaischen Eiszeitalter“ (kurz EZA). Die sogenannte „Pongola-Vereisung“ ereignete sich in Südafrika vor 2,9 Milliarden Jahren und die „Huronische Vereisung“ in Kanada und Indien vor 2,3 Milliarden Jahren. Die erste Vereisung war wohl monopolar, die zweite bipolar. Nach einem über eine Milliarde Jahren dauernden Warmzeitalter setzte vor 950 Millionen Jahren das zweite EZA ein: das „Algonkische EZA“. Die Polkappe, auch „Gnesjö-Vereisung“ genannt, lag damals über dem heutigen Europa.

Die Erde wird zum Schneeball

Vor 715-635 Millionen Jahren formte sich als drittes das „Eokambrische EZA“ heraus. Es bestand eigentlich aus zwei kürzeren, aber schnell aufeinanderfolgenden Vereisungsperioden. Die „Stutrischen Vereisung“ erfasste Europa, China, Südwest-Afrika und Australien und mit der „Varanga-Vereisung“ kamen Nordamerika und Indien hinzu. Beide EZA waren bipolar, doch die Vereisung reichte zeitweise bis an den Äquator, wodurch die Erde komplett vereiste (Schneeball-Erde) [1]. Als Nachzügler folgte noch die lediglich 2 Millionen Jahre andauernde Gaskiers-Eiszeit.

Zusammenstellung aller bekannten Eiszeitalter (eigener Entwurf)

Klimageschichte

Okt.01

Klimageschichte [3]: FRÜHERE EISZEITALTER

(Pixabay CC0 1.0)

Eiszeit ist nicht gleich Eiszeitalter!

Ein Eiszeitalter (im weiteren EZA) definiert sich schlicht und einfach durch das Vorhandensein von mindestens einem vereisten Pol, egal ob am Süd- oder Nordpol. Dabei ist es sehr wichtig diesen Begriff von der gemeinhin bekannteren „Eiszeit“ zu unterscheiden. Dieser bezeichnet nämlich nur eine kältere Periode innerhalb eines EZAs und sollte korrekterweise „Kaltzeit“ genannt werden. In der Kaltzeit kam es zu einem stärkeren Vorrücken der Polkappen und Gletscher in sonst eisfreie Gebiete jenseits der Polarkreise und der Hochgebirge. In der Regel entstand dabei eine Eiskappe eigentlich nur über einer Landmasse, sprich einem Kontinent [1].

Der Wechsel von Warmzeitaltern [römische Zahlen] und Eiszeitaltern [Ordinalzahlen] in der Klimageschichte der Erde (eigener Entwurf)

Klimageschichte

Sep.24

Klimageschichte [2]: KLIMAARCHIVE

Eisberg mit Sedimentschichten, Jökulsárlón auf Island (Pixabay CC0 1.0)

Die Untersuchung von Klimaelementen

Zur Rekonstruktion der Klimageschichte werden natürliche Klimaarchive herangezogen. Dies ist jedoch immer nur indirekt durch sogenannte Klimaproxys möglich (englisch „proxy“ = „Stellvertreter“ bzw. lateinisch „proximus“ =  der „Nächste“). Dabei unterscheiden sich diese in ihrer spezifischen Reichweite und in der Erfassung der jeweiligen Klimaelemente. Während beispielsweise einige Messungen Faktoren wie Temperatur (T), Niederschlag (N),  Vegetation (V) und Luft-/Wasser-/Boden-Zusammensetzung (L/W/B) abdecken, können andere Hinweise auf Meeresspiegel (O), Vulkanausbrüche (A), Änderungen des Magnetfeldes (M) und Sonnenaktivitäten (S) geben [1].

Die verschiedenen Untersuchungsmethoden und ihre Besonderheiten (eigener Entwurf)

Klimageschichte

Sep.17

Klimageschichte [1]: PALÄOKLIMA

Künsterlische Interpretation der sehr jungen Erde und das Asteroiden-Bombardement vor der Entstehung der Erdatmosphäre (Pixabay CC0 1.0)

Was ist ein Paläoklima?

Das Wort Paläoklima setzt sich aus „palaiós“ (altgriechisch für „alt“) und „klíma“ (altgriechisch für „Neigung“) zusammen. Klima meint dabei zunächst nur die Neigung der Erdachse zur Sonne, die ausschlaggebend für die Entstehung von Jahreszeiten ist. Paläoklima beschreibt, anders ausgedrückt, weit in der Erdvergangenheit zurückliegende klimatische Verhältnisse [1]. Generell setzt das Paläoklima direkt mit der Entstehung der Erde vor 4,6 Milliarden ein. Jedoch macht es auch Sinn, den Beginn nach dem Großen Bombardement und dem Entstehen der ersten stabilen Erdatmosphäre vor rund 3,8 Milliarden Jahren festzulegen [2].

Sehr stark vereinfachte Zusammenstellung der wichtigsten erdgeschichtlichen Großereignisse der ersten 3 Milliarden Jahre (eigener Entwurf)

Klimageschichte